Bereits Ende der 50er Jahre hatten sich erste Überlegungen mit möglichen neuen Bootsformen, verändertem Antrieb und angepaßter Bewaffnung beschäftigt. Sie führten zu Konzeptstudien über kleine (und billigere) Gleitboote, Tragflächenboote, gemischte Antriebe und Einheitplattformen mit verschiedenartiger Bewaffnung.
Die seinerzeit angestellten Überlegungen hinsichtlich einer Einheitsplattform wurden wieder aufgegriffen als sich herausstellte, daß die Kosten für die Klasse 143 auf 40 Mio DM pro Einheit ansteigen und die Boote aufgrund des langen Entwicklungsvorlaufes nicht vor 1975 zulaufen würden.
Die Boote der Klassen 145, 146 und 147 waren daher als "Lückenfüller" ohne System (AGIS) auf der Basis einer 45 m Einheitsplattform konzipiert.
Die Klasse 145 stellte dabei das FK-Boot dar, mit 4 Seeziel-Flugkörpern Tartar (Standard Missile I a), wie auf Nerz erprobt, sowie zwei 40 mm Bofors und Minenlegefähigkeit.

Die Skizze zeigt den Konstruktionsstand 1968.

under construction


Zusätzliche taktisch-technische Forderungen führten in den Folgejahren sowohl zu einer Vergrößerung der Plattform wie auch zu einer veränderten Bewaffnung (4 MM 38 Seeziel-FKs, 1 x 76 mm und 1 x 40 mm) und des Einbaus von AGIS. Damit verbunden war eine erhebliche Steigerung der Kosten wie auch eine Verzögerung des Zulaufs bis über die Mitte der 70er Jahre hinaus. Die Klasse 145 schied damit als realistische Alternative zur Klasse 143 aus.

Quellen:
Unterlagen SFltl.
Fock, Harald: Schnellboote Bd. 3, Herford 1974.
Breyer, Siegfried u. Koop, Gerhard: Die Schiffe und Fahrzeuge der deutschen Bundesmarine 1956 - 1976, München 1978
Zeichnung: Nach Fock, Bd. 3