Bereits Ende der 50er Jahre hatten sich erste Überlegungen mit möglichen neuen Bootsformen, verändertem Antrieb und angepaßter Bewaffnung beschäftigt. Sie führten zu Konzeptstudien über kleine (und billigere) Gleitboote, Tragflächenboote, gemischte Antriebe und Einheitplattformen mit verschiedenartiger Bewaffnung.
Dabei verbargen sich unter dem Planungsbegriff "Klasse 150" Gedanken über ein etwa 50 t großes Gleitboot. Um parallel zu der Konzeptstudie praktische Erfahrungen mit dieser, in der deutschen Marine bislang nicht gekannten Plattform zu sammeln wurden im Mai 1959 bei der norwegischen Firma Batservice in Mandal zwei Boote des Typs Nasty bestellt, die von 1960 - 64 im 1. Schnellbootgeschwader erpobt wurden. Da sie im Operationsgebiet der deutschen Marine jedoch deutliche Nachteile gegenüber dem Verdrängungsboot aufwiesen wurden sie anschließend außer Dienst gestellt und die Planung für ein Boot Klasse 150 eingestellt. Konstruktionszeichnungen konnten bislang nicht ausfindig gemacht werden.


Quellen:
Fock, Harald: Schnellboote Bd. 3, Herford 1974.
Breyer, Siegfried u. Koop, Gerhard: Die Schiffe und Fahrzeuge der deutschen Bundesmarine 1956 - 1976, München 1978