Bereits Ende der 50er Jahre hatten sich erste Überlegungen mit möglichen neuen Bootsformen, verändertem Antrieb und angepaßter Bewaffnung beschäftigt. Sie führten zu Konzeptstudien über kleine (und billigere) Gleitboote, Tragflächenboote, gemischte Antriebe und Einheitplattformen mit verschiedenartiger Bewaffnung.
Dabei verbargen sich unter dem Planungsbegriff "Klasse 151" Gedanken über ein etwa 70 t großes Gleitboot. Um parallel zu der Konzeptstudie praktische Erfahrungen mit dieser, in der deutschen Marine bislang nicht gekannten Plattform zu sammeln wurden im Mai 1960 bei der britischen Firma Vosper-Thornycroft in Portsmouth je ein Boot des Typs Brave / Ferocity bestellt, mit denen gleichzeitig auch der Gasturbinenantrieb auf Booten dieser Größe getestet werden sollte. Die Boote wurden von 1962 - 65 im 1. Schnellbootgeschwader erprobt. Dabei zeigten sich im Operationsgebiet der deutschen Marine jedoch deutliche Nachteile gegenüber dem Verdrängungsboot. Nach der Erprobungsphase wurden sie außer Dienst gestellt und die Planung für ein Boot Klasse 151 eingestellt. Konstruktionszeichnungen konnten bislang nicht ausfindig gemacht werden.


Quellen:
Fock, Harald: Schnellboote Bd. 3, Herford 1974.
Breyer, Siegfried u. Koop,Gerhard: Die Schiffe und Fahrzeuge der deutschen Bundesmarine 1956 - 1976, München 1978