Iltis Taufe: 15.08.1957
Bauwerft: Lürssen
Taufpatin: Frau Gesche Jacobsen
Taufredner: KzS a.D. Moritz Schmidt
Indienststellung: 17.12.1957
Kennung: P 6058
Rufzeichen: DBRM
Patenstadt:
Außer Dienst: 31.01.1975
Verbleib: Abgabe an die Türkei, dort nicht mehr i.D.
Klasse: 140-Jaguar

Traditionsvorläufer:

Kanonenboot Iltis (1880 - 1896), Einsatz in Ostasien, nur unterbrochen durch eine Werftliegezeit in der Heimat. In der Nacht 23./24.07.1896 beim Kap Schantung (China) gestrandet und gesunken.
Kanonenboot Iltis (1898 - 1914), Einsatz ununterbrochen in Ostasien. Nach der Einnahme des Taku Forts (Boxeraufstand) erhielt Iltis die Genehmigung, den dem Kommandanten verliehenen Orden Pour le Mérite ebenfalls zu führen. Fahrunklar übernahm ein Teil der Besatzung nach Kriegsausbruch den Hilfskreuzer Cormoran. Iltis wurde in der Bucht vor Tsingtau in der Nacht 28./29.09.1914 zusammen mit den Kanonenbooten Luchs und Cormoran selbst versenkt.
Torpedoboot Iltis (1928 - 1942), Einsatz während des spanischen Bürgerkrieges, in der Nordsee, dem Kanal und der Biscaya. Am 10.05.1942 im Kanal nach Torpedotreffer britischer Schnellboote gesunken.


Kommandanten:

Kptlt. Rudolph, P. 12.57 - 09.61
OltzS v. Wangenheim, L. 10.61 - 09.63
LtzS Plessmann, W. 10.63 - 09.64
OltzS Meyer-Sach 10.64 - 09.65
LtzS Cassens 10.65 - 12.66
Kptlt. Schulz, H. 01.67 - 09.69
OltzS Fechtmann 10.69 - 03.71
OltzS Feldhoff, H-D. 04.71 - 11.71 (ab Wechsel Kdt. Pinguin)
OltzS Braun, B. 11.71 - 09.73 (vorher Kdt. Pinguin)
Kptlt. Robbers 10.73 - 01.75


Einzelheiten:

Als einziges Boot war Iltis vorübergehend mit 2 - 20 mm Kanonen ausgestattet, siehe Foto unten.
In der Vorbereitung auf die Übernahme der neuen Boote Klasse 148 wurden die älteren, zuerst auszumusternden Boote der Jaguar Klasse im 3. Schnellbootgeschwader zusammengeführt, während die noch besser erhaltenen zum 5. Schnellbootgeschwader gingen. In diesem Zusammenhang wechselte "Iltis" am 1.11.1971 zum 3. SG., die Besatzung übernahm "Pinguin" vom 5. SG.
Nach Außerdienststellung fuhr der Iltis noch eine Zeitlang für die Erprobungsstelle 71 bevor er als Materialreserve in die Türkei ging.



Quellen:
wie bei 3. Schnellbootgeschwader
Hildebrand, Hans H. - Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien, 3. Auflage, Herford o.J.
Lohmann, W. u. Hildebrand, H. H. - Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945, Bad Nauheim 1956
Fotos: Heidemann