2. Schnellbootsflottille

Aufgestellt am 1. August 1938 in Wilhelmshaven mit Heimathafen Emden.

Wappen der 2. Schnellbootsflottille

Mit Kriegsausbruch zunächst in der Nordsee zur Aufklärung und danach in der Ostsee zur Sicherung und U-Boot-Jagd eingesetzt. Im Rahmen des Unternehmen Weserübung (Besetzung Norwegens und Dänemarks) mit der Kriegsschiffgruppe 4 an der Einnahme Kristiansands beteiligt. Anschließend Geleitsicherung vor der norwegischen und dänischen Küste. Dabei wurde mit der Torpedierung des britischen Zerstörers KELLY durch S 31 (OltzS Opdenhoff) der erste Erfolg der Schnellboote im 2. Weltkrieg erzielt.

Mit dem Angriff auf Frankreich Einsätze von Helgoland und später von Den Helder aus gegen den britischen Evakuierungsverband vor Dünkirchen. Nach Besetzung Frankreichs vorrücken nach Boulogne und von dort erfolgreiche Torpedo- und Mineneinsätze gegen den britischen Nachschubverkehr unter der englischen Süd- und Ostküste.

Im Mai 1941 Verlegung in die Ostsee und unmittelbar vor dem Angriff auf die Sowjetunion (Barbarossa) in die finnischen Schären. Von dort Sicherung von Minenlegeoperationen im Finnenbusen und Angriffe auf sowjetischen Küstenverkehr.

Während des Barbarossa Einsatzes fuhren
die Boote mit Tarnbemalung

 

Im Oktober 1941 Rückkehr an die Kanalfront.

Bis zur Invasion im Juni 1944 Einsätze im Kanal von Boulogne, Ostende, Rotterdam und Ijmuiden aus. Dann vorziehen nach Le Havre und Kampf gegen die Invasionsflotte und ihren Nachschub.

Aufnahme für den Film „Asse zur See“
vor Ijmuiden im Herbst 1942

Mit Rückzug der deutschen Truppen aus Frankreich Rückverlegung nach Ijmuiden und später nach Den Helder. Von hier aus Einsätze bis Kriegsende gegen den alliierten Nachschubverkehr unter der englischen Ostküste und vor der Scheldemündung
Bei Kriegsende in Den Helder.

Letztes Operationsgebiet:
Kanal und Scheldemündung

 

Flottillenchefs:

Kptlt. Petersen           08.38 – 10.41
Kptlt. Feldt                 10.41 – 02.44
KKpt. Opdenhoff       02.44 – 02.45
Kptlt. Wendler            02.45 – Ende

 

Quellen:

Frank, Hans: Die deutschen Schnellboote im Einsatz – Von den Anfängen bis 1945, Hamburg 2006
Hümmelchen, Gerhard: Die deutschen Schnellboote im Zweiten Weltkrieg, Hamburg 1996
Lohmann, Walter und Hildebrand, Hans H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945, Bd. I, Bad Nauheim 1956

Fotos:

Archiv Freundeskreis