4. Schnellbootsflottille

Aufgestellt am l. Oktober 1940.

Wappen der 4. Schnellbootsflottille

 

Nach Aufstellung und Ausbildung ab Mai 1941 Einsätze im Kanal gegen den britischen Nachschub an der Süd- und Ostküste Englands. Mit Abzug der ebenfalls dort eingesetzten 1., 2. und 3. SFltl. in die Ostsee zum Angriff auf die Sowjetunion verblieb die 4. SFltl. Allein im Kanal. Sie operierte in dieser Zeit mit wechselnden Schwerpunkten von Rotterdam, Boulogne und Cherbourg aus.

Operationsgebiet der 4. SFltl. 1941

 

Als zuerst die 2. SFltl. im Oktober 1941 zurück kam und später weitere Flottillen folgten kehrte die 4. SFltl. wieder nach Rotterdam als Einsatzhafen zurück. Nach der Invasion 1944 verlegte sie nach Le Havre zum Angriff auf die Invasionsflotte und deren Nachschub. Bei dem Luftangriff auf Le Havre am 14.06.1944 erlitt sie schwere Verluste und erhielt in der Heimat neue Boote. Von dort im Oktober 1944 Marsch nach Nordnorwegen, aber festgehalten zur Geleitsicherung im Gebiet Bergen – Kristiansand. Nach Beginn der deutschen Ardennenoffensive im Dezember 1944 zurück nach Rotterdam. Von hier aus Einsätze bis Kriegsende gegen den alliierten Nachschubverkehr unter der englischen Ostküste und vor der Scheldemündung.

Bei Kriegsende in Rotterdam.

Wenige Tage nach Kriegsende liefen zwei Boote ( S 204 und S 205) in den britischen  Stützpunkt Felixstowe ein. An Bord befanden sich KAdm. Breuning, der letzte Befehlshaber der Sicherung West, und Kptlt. Rebensburg, Operationsoffizier des Führers der Schnellboote, um Karten der deutschen Minensperren zu übergeben und die Art und Funktionsweise der Sperrmittel zu erläutern.

Auslaufen aus Rotterdam

 

Flottillenchefs:

Kptlt. Bätge              10.40 – 03.43
KKpt. Lützow                  03.43 – 10.43
Kptlt. Fimmen                 11.43 – Ende

Quellen:

Frank, Hans: Die deutschen Schnellboote im Einsatz – Von den Anfängen bis 1945, Hamburg 2006
Hümmelchen, Gerhard: Die deutschen Schnellboote im Zweiten Weltkrieg, Hamburg 1996
Lohmann, Walter und Hildebrand, Hans H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945, Bd. I, Bad Nauheim 1956

Fotos:

Hullmann
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