5. Schnellbootsflottille

Aufgestellt am 15. Juli 1941.

Erste Einsätze unmittelbar nach der Aufstellung im Kampf gegen die Sowjetunion vor der baltischen Küste. Danach Fortführung der Aufstellung und Ausbildung.

Ab 1942 Einsatz im Kanal von Cherbourg aus gegen die britischen Geleite unter der englischen Südküste bis zur Invasion 1944.

Boote im Bunker von Cherbourg

 

Zusammen mit der hier ebenfalls stationierten 9. SFltl. Einsätze gegen die Invasionsflotte. Zeitweilige Verlegung nach Le Havre, dort beim Luftangriff am 14.06.1944 Verlust fast aller Boote.
Neuaufstellung in der Heimat, anschließend ab August 1944 Einsätze im Finnenbusen gegen ausbrechende sowjetische Streitkräfte. Nach der Neutralität Finnlands von Reval und Windau aus weitere Einsätze um Ösel, im Rigaischen Meerbusen und im Finnenbusen.

Nach Beginn der deutschen Ardennenoffensive im Dezember 1944 Verlegung nach Den Helder, von dort Einsätze gegen den alliierten Nachschubverkehr unter der englischen Ostküste und vor der Scheldemündung.

Im April 1945 erneute Verlegung in die Ostsee. Von Swinemünde und Bornholm aus Geleitsicherung.

Einsatzgebiet Ostsee 1945

In den letzten Kriegstagen Marsch nach Libau. Von dort in der Nacht 8./9.05.1945 noch Angehörige der eingeschlossenen Kurland Armee abgeborgen und nach Flensburg gebracht.

Bei Kriegsende in der Geltinger Bucht.

Boote mir Kurlandsoldaten

 

Flottillenchefs:

Kptlt. Klug                 07.41 – 06.44
Kptlt. Johannsen        06.44
Kptlt. Holzapfel         07.44 – Ende

Quellen:

Frank, Hans: Die deutschen Schnellboote im Einsatz – Von den Anfängen bis 1945, Hamburg 2006
Hümmelchen, Gerhard: Die deutschen Schnellboote im Zweiten Weltkrieg, Hamburg 1996
Lohmann, Walter und Hildebrand, Hans H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945, Bd. I, Bad Nauheim 1956

Fotos:

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