6. Schnellbootsflottille

Aufgestellt am 1. März 1941

Wappen der 6. Schnellbootsflottille


Während des Angriffs auf die Sowjetunion (Barbarossa) Sicherung der Belte und Sunde von Helsingör aus. Nach Fortsetzung der Ausbildung und Übernahme weiterer Boote ab Februar 1942 Einsätze im Kanal von Ostende aus. Ende Februar (nach Durchbruch der Schlachtschiffe durch den Kanal) Marsch nach Norwegen. Dort ab April 1942 vom Stützpunkt Svolvaer (Lofoten) aus Sicherung des Narvik-Gebietes. Im Juni Weitermarsch in das Nordmeer zur Ablösung der 8. SFltl. im Semskefjord bei Kirkenes mit fünf Booten. Drei Boote blieben als Sicherung im Narvik-Gebiet mit Stützpunkt im Skjomen-Fjord.

Boote im Skjomen-Fjord

 

Aufgrund fehlender Einsatzmöglichkeiten im August 1942 Rückmarsch in die Heimat. Anschließend wieder Einsätze im Kanal gegen den britischen Nachschub von Ijmuiden und Rotterdam aus.
Im Februar 1944 Verlegung in die Ostsee, um von Finnland aus ein Ausbrechen der sowjetischen Flotte zu verhindern.

Operationsgebiet Finnenbusen 1944

 

Im Juni 1944, nach der Invasion, wieder Rückkehr in den Kanal und Einsätze gegen die Invasionsflotte und deren Nachschub.
Nach Räumung Frankreichs Einsätze bis Kriegsende gegen den alliierten Nachschubverkehr unter der englischen Ostküste und vor der Scheldemündung von Rotterdam aus.
Bei Kriegsende in Rotterdam.

Boote der 6. SFltl. nach Übergabe im britischen Felixstowe

 

Flottillenchefs:

KKpt. Obermaier        03.41 – 07.44
Kptlt. Matzen                        07.44 – Ende

Quellen:

Frank, Hans: Die deutschen Schnellboote im Einsatz – Von den Anfängen bis 1945, Hamburg 2006
Hümmelchen, Gerhard: Die deutschen Schnellboote im Zweiten Weltkrieg, Hamburg 1996
Lohmann, Walter und Hildebrand, Hans H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945, Bd. I, Bad Nauheim 1956

Fotos:

Hullmann
Archiv Freundeskreis