8. Schnellbootsflottille

Aufgestellt am l. November 1941 in Kiel.

Bereits am 18.11.1941 Abmarsch mit vier Booten nach Nordnorwegen über Bergen, Bodö, Tromsö, Hammerfest, Vardö und Vatsö in den Semskefjord bei Kirkenes. Ende Januar 1942 längsseits des Begleitschiffes LÜDERITZ hier fest gemacht. Trotz fehlender Einsatzmöglichkeiten in der Polarnacht und auch in den folgenden hellen Sommernächten blieb die Flottille bis zur Ablösung durch die 6. SFltl. Ende Juni 1942 in dem Fjord.

Stützpunkte in Nordnorwegen


Liegeplatz Semskefjord


Der Semskejford, abseits jeder menschlichen Behausung


Dann Rückmarsch in die Heimat, dort nach Eintreffen am 10.07.1942 aufgelöst, die Boote auf die 2. und 4. SFltl. verteilt.

Neu aufgestellt am l. Dezember 1942.

Ab 1943 Einsätze im Kanal gegen den britischen Nachschubverkehr unter der englischen Ostküste von Ijmuiden aus. Nach der Invasion 1944 Verlegung nach Ostende und später nach Le Havre zum Angriff auf die Invasionsflotte und deren Nachschub. Mit der Räumung Frankreichs Rückzug nach Ijmuiden, von dort Einsätze bis kurz vor Kriegsende gegen den alliierten Nachschubverkehr unter der englischen Ostküste und vor der Scheldemündung.

Ende März 1945 Verlegung nach Südnorwegen, um von Egersund aus die Geleitsicherung zu übernehmen.

Bei Kriegsende in Egersund.

Zur Erinnerung an den Nordmeereinsatz fuhr
die Flottille ein Rentier im Kreis
als Wappen an der Brücke.


Flottillenchefs:

Kptlt. Christiansen     11.41 – 07.42
Kptlt. Zymalkowski   12.42 – Ende

Quellen:

Frank, Hans: Die deutschen Schnellboote im Einsatz – Von den Anfängen bis 1945, Hamburg 2006
Hümmelchen, Gerhard: Die deutschen Schnellboote im Zweiten Weltkrieg, Hamburg 1996
Lohmann, Walter und Hildebrand, Hans H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945, Bd. I, Bad Nauheim 1956

Fotos:

Gillner
Archiv Freundeskreis